23.09.10 | Denis Bartelt gibt beim Medienforum Mittweida einen Einblick in die Vielfalt der Apps
Die "Industrielle Revolution" der Kommunikation
Zeige mir deine Apps und ich weiß wer du bist. Denis Bartelt gibt in seinem Workshop auf dem 14. Medienforum Mittweida Tipps für die erfolgreiche App-Erstellung. Quelle: Denis Bartelt\tyclipso.net, Bearbeitung: Medienforum Mittweida
Jedes Unternehmen, das medial etwas auf sich hält, bietet heute Applikationen – kurz Apps – für mobile Endgeräte an. Egal ob die kleinen Anwendungsprogramme Informationen oder einfach Unterhaltung bieten – sie liegen momentan voll im Trend. Mit seiner 2003 gegründeten Firma tyclipso.net bestimmt Geschäftsführer Denis Bartelt den aktuellen Trend mit: Seit drei Jahren entwickelt das Dresdner Web-Unternehmen erfolgreich Apps und belegt mit einem seiner Produkte aktuell den zweiten Platz der deutschen Verkaufscharts.


Im Interview verrät Bartelt, was die Faszination der neuen Medien ausmacht und was die Teilnehmer seines Workshops erwartet.


Was hat Sie dazu bewegt, 2008 mit der Umsetzung von Apps zu beginnen?

Mit "myty" entwickelt tyclipso.net seit seiner Geburtsstunde ein Framework für Online-Marketing und Content-Publikation. Damit können wir auch Daten an mobile Geräte schicken, wobei der Fokus auf der Belieferung von Applikationen mit Content liegt. Seit 2008 haben wir die Entwicklung von Apps zunächst auf dem iPhone bei uns zum Thema gemacht. Grundlage dafür war die Schaffung von Schnittstellen zwischen Framework und iPhone-App.

Welche Apps hat tyclipso.net beispielsweise entwickelt?

Mit unserem iPad-Spiel "Znip Ball" belegen wir aktuell den zweiten Platz der deutschen Verkaufscharts. Besonders erfolgreich ist auch unsere Bergfex-App, die Wetterdaten, Schneefall und Pisteninfos für alle Skigebiete in den Alpen zeigt.

Sie haben sich autodidaktisch in das Gebiet der neuen Medien eingearbeitet – was begeistert Sie besonders daran?

Die neuen Medien sind die "Industrielle Revolution" der Kommunikation und Interaktion. Es ist fantastisch – die Welt ist klein geworden! Ich komme ursprünglich aus der klassischen Werbe- und Studio-Fotografie. Nach meiner Ausbildung zeichnete sich allerdings ab, dass die Technologie in den nächsten Jahren einen extremen Wandel durchlaufen würde. Trotzdem war das Internet 1999 für viele Unternehmen noch keine echte Option. Ich selbst surfe seit 1995 im Netz, deshalb habe ich damals begonnen, mit unseren Kunden aktiv an diesem Thema zu arbeiten – so entstanden Ende 1999 die ersten Internet-Projekte. Danach bin ich an dem Thema einfach dran geblieben.

Was macht Ihrer Meinung nach eine gute App aus?

Eine gute App besticht durch die Einfachheit ihrer zugrundeliegenden Idee und einem Interfacekonzept, das dem Medium angepasst ist. Sie braucht weder Handbuch, noch Schulung. Eine App ist immer Entertainment, weil es das Medium erlaubt: Sound, Design, Usability, Content, Preis – ein perfektes Zusammenspiel begeistert. "Zeige mir deine Apps und ich weiß wer du bist." Das funktioniert prächtig.

Was erwartet die Teilnehmer des App-Workshops?


Es ist unheimlich wichtig, dass Medienmacher schon heute den Wert mobilder Endgeräte als Informationsquelle richtig einschätzen können. Deswegen ist es Ziel des Workshops, dass die Teilnehmer hinterher Projekte für diese Geräte planen können und wissen, worauf aus heutiger Sicht zu achten ist. Ich werde ein paar Details zum Erfolgsrezept von "Znip Ball" im iTunes App-Store beleuchten. Unsere Erkenntnisse sind besonders dann von Nutzen, wenn jemand ein eigenes Projekt planen und refinanzieren will. Jedoch werde ich nicht auf die Programmierung eingehen – die Teilnehmer müssen sich also nicht vor Quellcode fürchten. Ich freue mich auf den Workshop!

Vielen Dank für das Interview.
Datum: 23.09.10 08:00 Uhr | Autor: Annegret Hintze
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Medienforum Mittweida vom 11.-13. Oktober 2010 auf dem Campus der HS Mittweida, Schirmherrin: Nina Ruge
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