12.10.10 | Hilfestellungen für freie Journalisten in Zeiten von Blogging, Twitter und Co.
Selbstmarketing im Web 2.0
Simone Janson erklärt, wie sich Journalisten im Web vermarkten können. Foto: Medienforum Mittweida 2010\Stefanie Klawitter
Wenn es nach Simone Janson geht, kommen Journalisten an Facebook nicht
mehr vorbei. Ihren Zuhörern erklärte die Berlinerin, welche Möglichkeiten
die Webangebote für Medienmacher bieten und wie sie diese nutzen
können.
Social-Media-Angebote werden für Journalisten immer wichtiger. "Facebook ist in der aktuellen Lage wichtig. Noch wichtiger ist jedoch der eigene Blog", sagte die Wirtschaftsjournalistin beim Medienforum Mittweida.
Wie ein Journalist sich eine virtuelle Visitenkarte schafft
Simone Janson zeichnet sich für den Karriereblog "berufebilder.de" verantwortlich. 20.000 Klicks im Monat erreicht die Berlinerin. Sie meint: "Wenn ich ein Blog mache, dann muss ich Zeit und Mühe investieren, sonst kann ich es auch gleich lassen." Es reiche für Journalisten nicht mehr aus, nur eine Website mit drei Arbeitsproben einzurichten. Ein ständig aktualisiertes Blog sei die beste Möglichkeit sich zu präsentieren: "Journalisten können auf diese Weise eigene Ideen unabhängig von Verlagen umsetzen." Außerdem könnten sich Medienmacher ein Alleinstellungsmerkmal erarbeiten, das unabdingbar sei.
Woher ein Blogger Geld bekommt
Doch was nützen diese Idealvorstellungen, wenn das Geld fehlt? Die Möglichkeiten dieses zu verdienen sind laut Janson vielschichtig, aber nicht unbedingt erträglich. "Ich habe Bannerwerbung ausprobiert. Allerdings braucht man rund 1.000 Klicks, um einen Euro zu verdienen", erklärt Janson. Das macht bei ihrem Blog rund 20 Euro im Monat. Die ertragreichste Form der Werbung sei die direkte Vermarktung. Dabei werden Links auf der Website installiert, die direkt zu einer Verkaufswebsite führen.
Warum Werbung kritische Distanz nicht ausschließt
Angst, dass solche Verdienstmethoden die Glaubwürdigkeit der Journalisten in Frage stellen, hat Janson nicht. Immerhin müssten auch Journalisten Geld verdienen. Dies löste jedoch beim Vortrag auf dem Medienforum heftige Diskussionen aus. Können Journalisten bei den neuen Verdienstmöglichkeiten überhaupt noch unabhängig berichten? Simone Janson wich der Frage aus: "Wer sagt denn, dass die bisherige Berichterstattung in den klassischen Medien unabhängig und objektiv ist? Dort wird doch auch die Meinung von Journalisten und Chefredaktionen vertreten."
Janson erklärte, jeder Blogger müsse sich auf ein Thema spezialisieren. Die Journalistin schreibt vor allem über Beruf und Bildung. Mit diesem Themengebiet beschäftigt sich auch ihr Blog. Außerdem müsse die Aufmachung des Angebots stimmen. Die Websites müssen aufgeräumt und einfach zu bedienen sein. Komplizierte Strukturen schrecken die Leute ab. Wenn diese Faktoren stimmen, muss die Website nur noch suchmaschienen-optimiert werden. Einfach umzusetzen sind Schlüsselwörter in Überschriften und Lead-In. Doch "ein Geheimrezept gibt es nicht, weil jedes Blog und jeder Blogbetreiber anders sind."
Social-Media-Angebote werden für Journalisten immer wichtiger. "Facebook ist in der aktuellen Lage wichtig. Noch wichtiger ist jedoch der eigene Blog", sagte die Wirtschaftsjournalistin beim Medienforum Mittweida.
Wie ein Journalist sich eine virtuelle Visitenkarte schafft
Simone Janson zeichnet sich für den Karriereblog "berufebilder.de" verantwortlich. 20.000 Klicks im Monat erreicht die Berlinerin. Sie meint: "Wenn ich ein Blog mache, dann muss ich Zeit und Mühe investieren, sonst kann ich es auch gleich lassen." Es reiche für Journalisten nicht mehr aus, nur eine Website mit drei Arbeitsproben einzurichten. Ein ständig aktualisiertes Blog sei die beste Möglichkeit sich zu präsentieren: "Journalisten können auf diese Weise eigene Ideen unabhängig von Verlagen umsetzen." Außerdem könnten sich Medienmacher ein Alleinstellungsmerkmal erarbeiten, das unabdingbar sei.
Woher ein Blogger Geld bekommt
Doch was nützen diese Idealvorstellungen, wenn das Geld fehlt? Die Möglichkeiten dieses zu verdienen sind laut Janson vielschichtig, aber nicht unbedingt erträglich. "Ich habe Bannerwerbung ausprobiert. Allerdings braucht man rund 1.000 Klicks, um einen Euro zu verdienen", erklärt Janson. Das macht bei ihrem Blog rund 20 Euro im Monat. Die ertragreichste Form der Werbung sei die direkte Vermarktung. Dabei werden Links auf der Website installiert, die direkt zu einer Verkaufswebsite führen.
Warum Werbung kritische Distanz nicht ausschließt
Angst, dass solche Verdienstmethoden die Glaubwürdigkeit der Journalisten in Frage stellen, hat Janson nicht. Immerhin müssten auch Journalisten Geld verdienen. Dies löste jedoch beim Vortrag auf dem Medienforum heftige Diskussionen aus. Können Journalisten bei den neuen Verdienstmöglichkeiten überhaupt noch unabhängig berichten? Simone Janson wich der Frage aus: "Wer sagt denn, dass die bisherige Berichterstattung in den klassischen Medien unabhängig und objektiv ist? Dort wird doch auch die Meinung von Journalisten und Chefredaktionen vertreten."
Janson erklärte, jeder Blogger müsse sich auf ein Thema spezialisieren. Die Journalistin schreibt vor allem über Beruf und Bildung. Mit diesem Themengebiet beschäftigt sich auch ihr Blog. Außerdem müsse die Aufmachung des Angebots stimmen. Die Websites müssen aufgeräumt und einfach zu bedienen sein. Komplizierte Strukturen schrecken die Leute ab. Wenn diese Faktoren stimmen, muss die Website nur noch suchmaschienen-optimiert werden. Einfach umzusetzen sind Schlüsselwörter in Überschriften und Lead-In. Doch "ein Geheimrezept gibt es nicht, weil jedes Blog und jeder Blogbetreiber anders sind."
Marko
DörreAnwalt
Barbara
Dickmannu. a. ehem. Redaktionsleiterin "ML Mona Lisa"
Denis
Bartelttyclipso.net
Benjamin
AhlbornKünstler-Manager
Nicolas Alexander
BöllPressesprecher Interessenverband Synchronschauspieler (IVS)
Wolfgang
BüscherBuchautor, Journalist
Jürgen
BurghardtDirector LANG ACADEMY
Prof. Dr. habil. Kurt
StarkeJugendforscher, Soziologe und Sexualwissenschaftler



