04.10.10 | Showmaster 2.0 Rob Vegas beim Panel "Mein digitales ICH"
Virtuelle Identitätskrise
Facebook, studiVZ, MySpace, XING – auch Rob Vegas hat viele virtuelle Identitäten. Quelle: betty&betty
Schon die erste Podiumsdiskussion des Medienforum Mittweida am
Montagmorgen verspricht viel Gesprächsstoff und gute Unterhaltung: Moderator Tino Kreßner begrüßt unter anderem Web-Showmaster Rob Vegas zum Meinungsaustausch über die Frage: "Wie viele virtuelle Identitäten benötigen wir?"
Hand auf's Herz: Wie viele Online-Accounts besitzen Sie? Angemeldet in Social Communities wie Facebook, XING, MySpace, lokalisten.de oder studiVZ, dazu kommen Profile bei Twitter, YouTube, Flickr oder Last.fm – die Anzahl unserer virtuellen Identitäten wird allmählich schwer überschaubar. Und überall gilt es, sich zu profilieren: Avatar, Musikgeschmack, Lieblingsfilme, -bücher, -websites, politische oder gar religiöse Ansichten. Die Community-Mitglieder sollen schließlich wissen, mit wem sie es zu tun haben. Doch können und wollen wir mit diesen Profilen wirklich unsere Persönlichkeit abbilden? Würden uns Freunde wiedererkennen, wenn wir unseren Namen entfernen? Oder passen wir unsere Profile gar den Erwartungshaltungen der jeweiligen Plattform an?
Stargast der Diskussionsrunde auf dem Medienforum Mittweida und Showmaster 2.0 Rob Vegas ist ein Meister der Selbstinszenierung. Der 26-Jährige, der 2005 bis 2008 Politikwissenschaften an der Uni Bielefeld studiert hat, startete Mitte 2006 im Keller seines Elternhauses die wöchentliche "Mindtime Show". Für diese übernahm er nicht nur die Moderation, sondern arbeitete auch selbständig an Schnitt, Ideen, Gags, Produktion und Blog. Nach ein paar Shows und dem Kauf der Mindtime Show durch Harald Schmidt (Schmoogle) ging Rob Vegas eine exklusive Kooperation mit sevenload ein. Die Mindtime Show erreichte mit 145 Ausgaben bis Ende März 2009 bei dem Kölner Medienportal knapp vier Millionen Zuschauer. Im Januar des selben Jahres legte Vegas den Twitter-Account "BonitoTV" an und gab vor, Harald Schmidt zu sein. Bis zur Aufklärung über seine wahre Identität am 22. April 2009 abonnierten über 6.500 Benutzer seine mehr als 165 Beiträge, sogar renommierte Medien fielen reihenweise auf den Fake herein und zitierten den falschen Schmidt. Einen weiteren Höhepunkt seiner medialen Präsenz erreichte Vegas, als er im Juni 2009 zusammen mit Oliver Kels den Song "(Zensi Zensa) Zensursula" auf YouTube veröffentlichte – das Video wurde über eine halbe Millionen mal abgerufen.
Am 11. Oktober nun ist der Internet-Showmaster beim Medienforum Mittweida zu Gast. Dr. Hendrik Speck, Professor für "Digital Media" an der University of Applied Sciences Kaiserslautern, Christian Walther, Projektmanager der Schach&Matt GmbH, Peter Böhnke, ein passionierter "World of Warcraft"-Profi, und Rob Vegas diskutieren mit Moderator Tino Kreßner zum Thema "Mein digitales ICH – Wie viele virtuelle Identitäten benötigen wir?" In der Runde soll es unter anderem darum gehen, welche Folgen eine Identitätsverschleierung- und verschiebung im Internet hat und wie sich die intensive Nutzung sozialer Netzwerke auf die Persönlichkeitsentwicklung von Jugendlichen auswirkt.
Diskutieren Sie mit: Stellen Sie hier Ihre Frage an einen oder mehrere der Diskussionsteilnehmer!
Die Aufklärung über den Twitter-Account "BonitoTV" in der Rob Vegas Show:
Hand auf's Herz: Wie viele Online-Accounts besitzen Sie? Angemeldet in Social Communities wie Facebook, XING, MySpace, lokalisten.de oder studiVZ, dazu kommen Profile bei Twitter, YouTube, Flickr oder Last.fm – die Anzahl unserer virtuellen Identitäten wird allmählich schwer überschaubar. Und überall gilt es, sich zu profilieren: Avatar, Musikgeschmack, Lieblingsfilme, -bücher, -websites, politische oder gar religiöse Ansichten. Die Community-Mitglieder sollen schließlich wissen, mit wem sie es zu tun haben. Doch können und wollen wir mit diesen Profilen wirklich unsere Persönlichkeit abbilden? Würden uns Freunde wiedererkennen, wenn wir unseren Namen entfernen? Oder passen wir unsere Profile gar den Erwartungshaltungen der jeweiligen Plattform an?
Stargast der Diskussionsrunde auf dem Medienforum Mittweida und Showmaster 2.0 Rob Vegas ist ein Meister der Selbstinszenierung. Der 26-Jährige, der 2005 bis 2008 Politikwissenschaften an der Uni Bielefeld studiert hat, startete Mitte 2006 im Keller seines Elternhauses die wöchentliche "Mindtime Show". Für diese übernahm er nicht nur die Moderation, sondern arbeitete auch selbständig an Schnitt, Ideen, Gags, Produktion und Blog. Nach ein paar Shows und dem Kauf der Mindtime Show durch Harald Schmidt (Schmoogle) ging Rob Vegas eine exklusive Kooperation mit sevenload ein. Die Mindtime Show erreichte mit 145 Ausgaben bis Ende März 2009 bei dem Kölner Medienportal knapp vier Millionen Zuschauer. Im Januar des selben Jahres legte Vegas den Twitter-Account "BonitoTV" an und gab vor, Harald Schmidt zu sein. Bis zur Aufklärung über seine wahre Identität am 22. April 2009 abonnierten über 6.500 Benutzer seine mehr als 165 Beiträge, sogar renommierte Medien fielen reihenweise auf den Fake herein und zitierten den falschen Schmidt. Einen weiteren Höhepunkt seiner medialen Präsenz erreichte Vegas, als er im Juni 2009 zusammen mit Oliver Kels den Song "(Zensi Zensa) Zensursula" auf YouTube veröffentlichte – das Video wurde über eine halbe Millionen mal abgerufen.
Am 11. Oktober nun ist der Internet-Showmaster beim Medienforum Mittweida zu Gast. Dr. Hendrik Speck, Professor für "Digital Media" an der University of Applied Sciences Kaiserslautern, Christian Walther, Projektmanager der Schach&Matt GmbH, Peter Böhnke, ein passionierter "World of Warcraft"-Profi, und Rob Vegas diskutieren mit Moderator Tino Kreßner zum Thema "Mein digitales ICH – Wie viele virtuelle Identitäten benötigen wir?" In der Runde soll es unter anderem darum gehen, welche Folgen eine Identitätsverschleierung- und verschiebung im Internet hat und wie sich die intensive Nutzung sozialer Netzwerke auf die Persönlichkeitsentwicklung von Jugendlichen auswirkt.
Diskutieren Sie mit: Stellen Sie hier Ihre Frage an einen oder mehrere der Diskussionsteilnehmer!
Die Aufklärung über den Twitter-Account "BonitoTV" in der Rob Vegas Show:
Wolfgang
BüscherBuchautor, Journalist
Prof. Dr. habil. Kurt
StarkeJugendforscher, Soziologe und Sexualwissenschaftler
Günter
BartschGeschäftsführer Netzwerk Recherche
Nicolas Alexander
BöllPressesprecher Interessenverband Synchronschauspieler (IVS)
Denis
Bartelttyclipso.net
Dr. Johannes
BeermannStaatsminister und Chef der Staatskanzlei im Freistaat Sachsen
Benedikt
DyrlichChefredakteur "Serbske Nowiny"
Marko
DörreAnwalt


