Tilman Zülch

Foto: Tilman Zülch

Präsident Gesellschaft für bedrohte Völker International


Tilman Zülch wurde am 2. September 1939 in Deutsch-Liebau (Sudetenland) geboren und ist heute Präsident der Gesellschaft für bedrohte Völker International (GfbV) und Bundesvorsitzender ihrer deutschen Sektion.

Bereits als Jugendlicher engagierte er sich in der Bündischen Jugend, einer autonomen Jugendschaft. Nach dem Abitur studierte Zülch von 1961 bis 1967 Volkswirtschaft und Politik in Graz, Heidelberg und Hamburg. Während seiner Studienzeit war er 1963 zweiter Vorsitzender der Hamburger SHB (Sozialdemokratischer Hochschulbund).

Gemeinsam mit Klaus Guerke gründet Zülch 1968 die „Aktion: Biafra Hilfe“, die sich gegen den Völkermord an dem Volk der Ibos in Biafra/Ostnigeria stark machte. Im Rahmen von kirchlichen Hilfsaktionen bereiste Zülch die Region und wurde dabei Zeuge des grausamen Genozids. Ein Jahr später ging aus der „Aktion: Biafra Hilfe“ die „Gesellschaft für bedrohte Völker“ hervor.

Ab 1970 gibt Zülch das Magazin „pogrom“ heraus, das sich mit der Situation ethnischer und religiöser Minderheiten, sowie indigener Völker befasst.

Seit 1995 ist der heute 70-Jährige Mitglied der Jury des Weimarer Menschenrechtspreises und Förderer des „Zentrums gegen Vertreibung“.

Für seine Arbeit wurde Tilman Zülch 2002 mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt.


Veranstaltungen:

Nationale Minderheiten in den Medien

Nationale Minderheiten in den Medien

Welche Chancen bieten (neue) Medien, um eine Kultur zu bewahren?
Podiumsdiskussion mit Tilman Zülch, Bernhard Ziesch, Benedikt Dyrlich, Dr. Johannes Beermann, Bogna Koreng, Dr. Thomas Hartung (Moderation)
Dienstag, 12.10.10, 17:30 - 19:00 | Herbert E. Graus Arena (Studio B)
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Medienforum Mittweida vom 11.-13. Oktober 2010 auf dem Campus der HS Mittweida, Schirmherrin: Nina Ruge
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